anders als man denkt

Sich auf seine Ziele zu konzentrieren ist nicht immer ganz leicht. Vor allem, wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem am Vorrankommen hindern. Menschen, die keine anderen Ansichten akzeptieren oder ihre Vorstellungen als Maßstab für jeden ansehen. Wenn man ihnen dann von seinen Zielen erzählt, kommen Sprüche wie "Ich finde es aber gar nicht schön wenn Frauen so Muskeln haben" "Naja, Abi machen und dann nur eine Ausbildung" "Ach, das schaffst du doch eh nicht" Und dann kommen die eigenen Zweifel, die eigenen Gedanken die einen runterziehen. Ohne das nötige Selbstvertrauen wird sofort mehr auf die Meinung der anderen gegeben, als der eigenen vertraut. Je öfter negative Gedanken kommen, je öfter man nicht an sich glaubt, je öfter man sagt "Ich kann das nicht", umso schneller fangen wir unterbewusst an uns genau so zu verhalten. Wir können etwas nicht, weil wir es uns selber einreden. Würde ich eine Strichliste machen wie oft ich am Tag an mir zweifle, wie oft ich Pläne verwerfe, wie oft ich stumm bleibe, weil ich doch bestimmt eh alles falsch verstehe, weil meine Meinung doch bestimmt eh keinen interessiert.

Müsste ich die Person nennen, von der ich mich am meisten kritisiert, am meisten runtergemacht fühle, so wäre das wohl ich. Wie das kommt? Warum das überhaupt angefangen hat? Ich wüsste es so gerne. Und am Ende mache ich alles nur schlimmer, weil ich mich auch noch dafür bestrafe, mir immer alles selber kaputt zu machen. Irgendein Typ auf irgendeiner Party, irgendein Kuss und irgendwelche Worte "aber du bist doch genauso dünn, da hab ich ja Angst dir wehzutun". Solche Worte von jemandem der dir total fremd ist, der nicht groß drüber nachdenkt was er überhaupt sagt und der dich wahrscheinlich auch nicht daran erinnert es dir gesagt zu haben, solche Worte können schon ein Spiegelbild verändern. Wahrscheinlich nur eins und wahrscheinlich auch nicht so lange, aber Leuten, die man nicht kennt glaubt man doch viel eher. Freunde die sich um einen Sorgen, die sagen doch eher was ich hören möchte, oder? Und hey, der Typ kennt dich nicht, aber sieht dich scheinbar so, da muss doch was dran sein.

Gedanken und Gefühle abstellen, was würde ich darum geben. Manchmal klappt das richtig gut, doch auf Dauer wird dir irgendwann alles egal und hinterher ist alles schlimmer als vorher. Seine eigenen Gedanken kontrollieren, dass soll wohl gehen. Und ich werde das wohl auch irgendwann können. Aber irgendwann kann definitiv nicht genauer definiert werden, ich kann keine Zeit vorraussagen, ich kann mir keine Deadline setzen. Irgendwann wird wohl einfach passieren, einfach da sein und dann werde ich mich fragen, wie es je anders sein konnte.


"ey die ist geil, gönn sie dir, die macht alles mit dir"

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xoxo im gluecksfieber