black sheep

An sich selbst zu glauben ist keine schlechte Eigenschaft. Es hat nichts mit Hochnäsigkeit oder Arrogantheit zu tun. Es bedeutet Zuversicht in dich selber, Zuversicht in das, was du kannst, was du vielleicht sogar richtig gut kannst. Und damit sind die positiven Dinge gemeint. Damit ist nicht gemeint, dass du wirklich super darin bist dir dein Leben schlecht zu reden. Du musst aufhören dich von jedem gebremst zu fühlen und anfangen auf deine Meinung zu hören, nicht auf die der anderen. Was bringt dir die Aussage eines anderen Menschen wenn sie dich derart verunsichert, dass du gleich dein ganzes Leben anzweifelst? Das bringt dir gar nichts. Vielleicht gehst du ja sogar schon so weit, in die Aussagen von Außenstehenden zu viel reinzuinterpretieren, auf das zu hören, was du meinst unterschwellig wahrzunehmen. So machst du dir selber alles kaputt was du vorschlägst oder planst. Und dies zeigt dir ganz deutlich, wie wenig Vertrauen du in dich selber hast, wie wenig du selber an dich glaubst. Absichtlich überall Probleme zu sehen, wo eigentlich gar keine sind, muss man auch erstmal schaffen. Das ist kein Ergebnis von einem Tag, dass ist das Resultat eines langen Prozesses. In deinem Kopf ändert sich ständig so viel und doch scheitert dein Vorrankommen immer wieder daran, dass du andere Menschen wichtiger nimmst als dich selbst. Dabei kannst du auf andere Menschen zugehen, gerade auf Fremde, gar kein Problem. Doch wenn Leute dabei sind die du schon länger kennst, willst du dich vor ihnen nicht blamieren, denkst pausenlos darüber nach, was sie wohl gerade über dich denken, wenn du mit Kellnern, Verkäufern, Trainern oder wem auch immer redest. Du kannst aus eigenem Antrieb auf Menschen zugehen, aber nicht wenn dir jemand sagt "Frag doch mal". Dann fühlst du dich beobachtet, als ob du irgendetwas falsch dabei machen könntest, jemanden etwas zu fragen. Natürlich weißt du selber wie idiotisch das Ganze ist, aber dein Körper blockiert schon. Denn eigentlich ist dir selber vollkommen klar, was für ein unglaubliches Talent du hast dir Dinge einzureden. Und diese Dinge belasten und hemmen dich dann. Du siehst in allem einen Test, in allem siehst du Fehler die du machen könntest. Rede ich zu laut? Bin ich zu unfreundlich? Klingt meine Stimme nicht gerade total unsicher? Du reagierst panisch. Das schlimmste Gefühl, schlimmer als verlassen werden, enttäuscht oder verletzt werden. Das Gefühl was du bekommst, wenn du keine Kontrolle mehr über dich hast, wenn du das Gefühl hast, nicht Herr über dich zu sein. Wenn du anfängst zu weinen, wenn du hyperventilierst, wenn du wegrennen musst, wenn du dich verstecken musst, wenn du dir wehtun musst, wenn du alles versuchst nur damit es aufhört. Egal was du in dem Moment tust, du suchst es dir nicht aus, dein Kopf ist leer. Du verlierst die Oberhand sobald auch nur die kleinste Situation beginnt, vor der du Angst hast. Wie soll das jemand verstehen, wenn du es selber nicht tust? Alle sagen dir "Glaub doch mal an dich". Aber kann dieses Verhalten, dieser Kontrollverlust nur dadurch ausgelöst sein, dass du nicht an dich selbst glaubst?

Ich will wissen was es ist, ich will wissen, was mir mein Leben kaputt macht. Ich will nicht länger so weiterleben. Ich will niemanden mehr verletzen oder enttäuschen, ich will niemanden mehr verlieren nur weil ich mich selber nicht unter Kontrolle habe. Ich will mich von Dingen trennen die mir nicht guttun, ich will den Mut haben das zu tun. Ich will nicht unglücklich sein, weil ich einfach weitermache, akzeptiere weil ich mich nicht traue zu sagen, was mich stört. Ich will mich an nichts klammern, weil ich mir einbilde es würde mir guttun, obwohl es alles nur schlimmer macht. Ich will vertrauen können, mir selber und anderen.

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xoxo im gluecksfieber