dein name

Alle wollen helfen, wollen für dich da sein, wollen wissen was los ist. Sie wollen ihr Gewissen beruhigen, Beziehungen aufrecht erhalten, informiert sein. Damit sie hinterher sagen können 'Ich war doch da, ich hab doch hingesehen'. Aber sie haben nichts gesehen, sie haben oberflächlich hingeschaut, weil man das eben so macht. Hier, eine Umarmung, ein hab dich lieb, ein du schaffst das schon. Wirkliche Sorge, richtiges Interesse, ernst gemeinte Sorge? Vielleicht.

Warum denken so viele, wenn man einmal drüber geredet hat, einmal sich ein kleines Stück öffnet, einmal Zuspruch bekommt, dass dann alles wieder gut sei? Ihr seht dass sie immer dünner wird. 'Wie kann sie das schön finden' 'Warum isst sie nicht einfach was' Ja, klar, ganz einfach. Aber weißt du, wie sie sich fühlt, wenn sie vor dem Spiegel steht und sich nicht wieder erkennt? Nicht weiß wen sie vor sich hat? Nichts als Hass und Ekel empfindet? Das Spiegel schon reichen um eine Person völlig aus der Fassung zu bringen, zum zusammenbrechen zu bringen, dass sie keine Luft mehr bekommen, die Augen brennen und ganze Kissen voller Tränen entstehen? Vielleicht wissen sie es, vielleicht meinen sie zu wissen wie es sich anfühlt.

Lieber gehe ich kleine Schritte, als gar nicht vorranzukommen. Während sie gleich Wunder erwarten genügt es mir schon mal einen Tag ohne weinen zu überstehen, einen Tag ohne Angst einzuschlafen, einen Fremden anzulächeln oder etwas fehlerfrei zu bestellen. Meine Wochen sind vollgeplant, möglichst wenig freie Zeit, möglichst nicht ins Nachdenken kommen, keine Zeit zum weinen, keine Zeit für Selbstmitleid. Aber nur weil ich verdammt viel mache, heißt es doch nicht dass es mir gut geht.

Ich hoffe du bist glücklich.

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xoxo im gluecksfieber