lachen

Was ist, wenn du zu lange in die falsche Richtung läufst,
Und dann den Weg nicht mehr zurück findest?
Was ist, wenn du zu lange in einer Ecke stehst,
Und dann den Raum nicht mehr durchqueren kannst?
Was passiert, wenn du zu lange unter Wasser bleibst,
Und dann deine Luft nicht mehr zum auftauchen reicht?
Was passiert, wenn du so lange still bist,
Und dann vergisst, wie man spricht?
Was ist wenn du zu lange nach unten schaust,
Und alle um dich rum verlierst?
Was ist wenn du zu lange traurig bleibst,
Und am Ende kein Glück mehr erkennst?

Du wirst laut, du schreist, du machst Dinge, die du sonst nie gemacht hast, du lebst gegen jedes deiner Prinzipien, du fliehst aus der Routine, du lebst den Moment, du lernst loszulassen und vor allem, du lebst, du lebst so wie es dir gerade passt.
Du nimmst dir was du brauchst, du probierst dich aus, du gibst alles, du brichst aus. Du umarmst, du küsst, du redest Nächte lang durch, du lernst Menschen kennen, die am nächsten Tag nicht mehr wissen wer du bist, und es ist ok.
Du bist alles was du immer sein wolltest, du bist das, wovon das kleine Mädchen damals geträumt hat. Wenn du ehrlich bist hast du keine Ahnung, was du als nächstes tun wirst, es wird sich alles irgendwie ergeben. Deine Angst ist auch nicht kleiner geworden, deine Gedanken nicht heller, doch du hast keine Lust mehr dich zu verstecken. Wie lange das anhalten wird? Keine Ahnung, es ist eigentlich auch egal. Wenn du ehrlich zu dir selber bist, ist dir alles egal. Auf der einen Seite versüßt dir das die Nächte, doch auf der anderen Seite, macht es dir auch viel kaputt. Du weißt wie schwach du bist, du weißt wie hilflos du vor dem Krankenbett stehst und einfach keine Ahnung hast, wie du dich richtig verhältst. Du willst seine Hand nehmen, doch hast Angst, es falsch zu machen, lächerlich zu wirken, deine Gefühle nicht sicher verschließen zu können. Wenn du dich selbst darstellen müsstest, wüsstest du gar nicht, welche der vielen verschiedenen Personen du nehmen solltest.

Aber darauf kommt es dir gerade nicht an, du versuchst mit allen Mitteln das Leben zu fühlen, zu spüren, dass du noch lebst, zu spüren, dass du noch irgendwas fühlen kannst.
Und gleichzeitig hast du das kleine Männchen im Kopf, dass dich auslacht, weil du nur ein weiteres Mädchen bist, das größer wird und in zehn Jahren wahrscheinlich selbst über ihre eigene Dummheit schmunzelt, so wie es jetzt schon die meisten tun.

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xoxo im gluecksfieber