worte

Wenn du mit deinem Leben nicht klar kommst, oder wenn dich Probleme mehr belasten als es normal wäre, oder du von Komplexen geplagt wirst, die dich am Leben zweifeln lassen, darfst du dich dann verlieben?
Darf man einen Menschen in sein Leben lassen, in sein Leben was einem selbst schon zu viel ist? Darf man seine Sorgen aussprechen, seine Ängste offenlegen? Darf man das? Darf man den anderen mit Dingen belasten, die einen selbst schon kaputt gemacht haben? Oder muss man rechtzeitig den Kontakt abbrechen, abblocken, niemanden an sich ran lassen?

Wenn jemand in dein Leben möchte, sollte man davon ausgehen, dass er auch Verantwortung für dich übernehmen kann, Verantwortung für sein Verhalten dir gegenüber. Natürlich nicht für Dinge die du tust, aber Dinge die er tut. Am Anfang sind sie alle noch da, wollen dir helfen, versprechen bei dir zu bleiben. Und du hast Angst dich zu weit zu öffnen, bist aber gleichzeitig so froh den ganzen Ballast ein wenig abgeben zu können. Oder zumindest Unterstützung zu haben, um den Ballast zu tragen. Doch du lebst jeden Tag damit, dass es der Person zu viel wird, dass sie ihre Hand zurückzieht, dich fallen lässt. Denn dann fällst du tiefer als je zuvor. Die wenigsten schaffen es so lange bei dir zu bleiben, bis es dir wieder besser geht, bis du eine Besserung merkst. Am Anfang gibt es neue Hürden für dich zu meistern, doch die sind nicht so hoch, wenn du jemanden hast, der dir dabei hilft.

Nichts tut mehr weh, als jemandem nicht das Gefühl geben zu können, dass das was er tut dir hilft. Wenn dir jemand noch so oft sagt, dass du schön bist oder gut aussiehst und du es nie glauben kannst. Du hast das Gefühl eine Wand zu sein, an der alles abprallt. Du hast Angst, dem anderen nicht genug zu sein. Du hast Angst zu einer Last zu werden. Du hast Angst, dass wenn Menschen merken wie du wirklich bist, dass sich ihre Gefühle oder Einstellungen dir gegenüber schlagartig ändern. Du versuchst über deine Probleme hinwegzusehen, um Stärke zu zeigen, um zu beweisen, dass du Hilfe annimmst. Du verstellst dich, solange bis dich alles viel stärker wieder einholt. Wie soll dich jemand lieben, wenn du dich selbst nicht magst? Wie kann dich denn jemand halten, wenn du dich selber nur verstecken willst, vor jedem Gang nach draußen heulend zusammenbrichst, weil du dich nicht zeigen willst. Du fühlst dich so unendlich schuldig, du hast diesen Menschen nicht verdient, du hast seine Worte nicht verdient, Worte die du so gerne glauben würdest. Die Angst jemanden zu verlieren wird immer größer. Du hast nur noch  das Gefühl dich vollkommen falsch zu verhalten, du hast so Angst, dass er jemanden möchte, der normal ist und nicht so krank wie du. So undankbar und selbstsüchtig wie du. Hat jemand wie du es überhaupt verdient sich zu verlieben?

Dann wurde es ihm zu viel und deine Ängste haben sich wieder bestätigt. Du bist wieder alleine. Also fast. Deine Komplexe und Ängste und Gedanken kleben treu an deinen Fersen. Gefolgt von Erinnerungen die dir dein Herz zerreißen und Schmerzen produzieren, die dir keinen Raum mehr bieten sie zu verstecken.
Doch gerade Menschen, bei denen es so schwer ist sie zu lieben, haben sie am meisten nötig, die Liebe. Ich sehe es an dir, an ihr, an mir. Mit dir hätte ich es schaffen können. Noch ein bisschen Zeit und ich hätte es dir beweisen können. Jetzt ist es mir egal, jetzt warte ich auf den Tag, an dem du mir nicht mehr wehtust und ich erneut anfangen kann, meine Teile wieder zusammenzusetzen. 

mein letztes versprechen habe ich gebrochen. weißt du überhaupt was ich damit meine?

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xoxo im gluecksfieber