rot

Wie macht man seinem Kopf klar, dass Pläne und Vorhaben nicht länger verfolgt werden müssen, dass das, woran er solange geglaubt hat, wo draufhin gearbeitet wurde, nicht mehr gültig ist. Immer wieder diese Momente, ach da war ja was, das wollten wir doch machen. Und dann ist es wieder da, das Gefühl des Vermissens, der Schmerz und die Sehnsucht, die unendliche Sehnsucht. Die nicht versteht, wie alles so kommen konnte, wie das passieren konnte, die in deine Haut einschneidet, die dich schlecht macht, die dir Hoffnung nimmt, die dich dazu bringt Dinge zu tun, nur um etwas anderes zu fühlen, nur noch einmal, nur noch einmal diese Erleichterung, diesen Druck loswerden, diese feinen Linien, schön sehen sie aus. Das war dann aber auch das letzte Mal, ganz bestimmt.

Und es hilft, manchmal eine Woche, manchmal einen Tag. Doch das Verlangen, das Gebrüll im Kopf, dass dir zeigen will, was du mit mir gemacht hast, was dir zeigt, was du hättest wissen müssen, es wird immer größer. Dazu jedesmal die Feststellung, dass du dich nie schlecht gefühlt hast, mich nie vermisst hast. Während ich da sitze, das Rot beobachte und merke, wie sich der Kopf langsam anfängt zu drehen.

Ich habe es von Anfang an gesagt und doch jedes Versprechen geglaubt. Und natürlich fällt mir jetzt so viel auf, so viel was ich hingenommen habe, so oft wie ich geschwiegen habe. Dann bin ich nur noch wütender auf mich selber. Das ich jedesmal aufs neue anfange darüber nachzudenken kotzt mich an, weil es eh nichts bringt, du bist weg, wir sind weg. Dann schreibe ich den ganze Mist noch auf, wie viel Energie ich noch wegen dir verschwende, wie viel Zeit du mir raubst, wie viel Leben du mir nimmst. Es ist lächerlich.

Damit sind wieder zwanzig Minuten verschwendet. Danke für nichts.

i understand, i do,  i wouldn't want me, too

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xoxo im gluecksfieber